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Weiterbildung managen

Autor: Jörg Nicolai, lubbers GmbH
Autorenprofil: Jörg Nicolai

Unkel am Rhein, 29.07.2011

Jörg Nicolai ermutigt in diesem Beitrag das Thema Weiterbildung aus unternehmerischer Sicht zu betrachten, um notwendige Personalentwicklungsmaßnahmen professionell und erfolgreich implementieren zu können.

Vor etwa 30 Jahren gab mir mein Vater einen wohlgemeinten Rat. „Suche Dir nach dem Studium eine gute, große deutsche Firma und Du hast einen Job für das ganze Leben.“ Aus heutiger Sicht wissen wir, dass dieser Ansatz inzwischen überholt ist und wir in einer Arbeitswelt leben, die sich ständig verändert und immer wieder neue Ansprüche an den einzelnen stellt. Wenn ich heute einen Rat an meine eigenen Kinder geben wollte, wäre es wohl der, sich einen Arbeitgeber zu suchen, der seine Mitarbeiter fördert und weiterbildet. Das wäre nicht nur ein Vorteil für den Mitarbeiter, sondern auch die Firma selbst zeigt nach außen, wie ernst sie es meint, im Markt führend und innovativ unterwegs zu sein.

Längst ist das Thema in der Industrie angekommen, und es gibt eine Menge guter Konzepte zu Themen wie Lernen, Wissensmanagement und Trainings. Häufig mangelt es aber an der praktischen Umsetzung der Konzepte, oder aber sie lösen sich nach relativ kurzer Zeit wieder in Luft auf. Ich habe nicht mitgezählt, aber in meinem Berufsleben habe ich schon eine Menge Talentförderprogramme im Sande verlaufen sehen.

Eine häufige Ursache für das Scheitern solcher Konzepte liegt in der mangelnden organisatorischen Unterstützung (Tools und Mitarbeiter) und der fehlenden Einbindung in die Firmenprozesse. Zu sehr lastet die Verantwortung für die Weiterbildung auf den Schultern weniger Personen.

Es lohnt sich, das Thema Weiterbildung und Wissensmanagement professionell zu organisieren und auch aus unternehmerischer Sicht zu betrachten.

Wesentliche Erfolgsfaktoren für eine funktionierende Personalentwicklung sind:
 

  • die Anbindung an die firmeninternen Prozesse (Strategie; Jahresgespräche etc.)
  • professionelles Projektmanagement, Kundenmanagement und Qualitätsmanagement.
  • Netzwerke und Tools zur effizienten Nutzung interner Resourcen
  • Partner Management und Kanalisierung des Einkaufs zur Steuerung der externen Partner und Zulieferer.

Eine mir bekannte Trainingsorganisation hat herausgefunden, dass bis zu 20 % ihrer Kunden in für sie ungeeigneten Kursen saßen, weil sich niemand beim Kunden darum kümmerte. Jeder fünfte Euro wurde umsonst ausgegeben. In anderen Fällen wird zu viel Geld ausgegeben, weil die Trainingsprogramme unkoordiniert bestellt werden, anstatt die Einkaufsaktivitäten zu bündeln, um bessere Preise zu erzielen. Und wer überwacht die Qualität? Häufig wissen Unternehmen nicht, wie viel Geld sie für Weiterbildung ausgeben, da es unmöglich ist, bei der Vielzahl von Abteilungen, Kostenstellen und Buchungen einen Überblick zu bewahren. Wann macht es überhaupt Sinn, externe Kräfte zu bemühen und was könnte man vielleicht intern viel effizienter gestalten? Ein teures Ausbildungsprogramm wird besser von einem gelernten Projektmanager begleitet, als von einem ohnehin schon überlasteten Personalentwickler.

Welche Tools braucht ein modernes Unternehmen, um das Wissen in der Firma zu managen? Wie verändert sich das Lernen in unserer Gesellschaft und wie kann das Unternehmen darauf reagieren?

Die obigen Beispiele zeigen, dass es nicht nur wichtig ist, das Knowhow zur Personalentwicklung zu haben, sondern auch den entsprechenden strukturellen Rahmen für die Implementierung neuer Konzepte zu schaffen. In welcher Ausprägung dies geschieht, liegt sicher in der Zielsetzung und Strategie eines jeden Unternehmens. Die Bandbreite reicht von punktuellen Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz bis hin zu einer wahrnehmbaren Außenwirkung für das Unternehmen, z. B. durch die Schaffung firmeneigener Trainingscenter oder Akademien. Allerdings, genauso wenig wie heute ein Arbeitsplatz in einem großen deutschen Unternehmen eine Garantie fürs Leben ist, kann Lernen und Wissensmanagement in Zukunft nur am Rande eines Unternehmens mitlaufen.

Jörg Nicolai
Jörg Nicolai

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Autor: Jörg Nicolai
Datum: 7/2011
 

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Die Contur GmbH ist der ausgelagerte Personalentwicklungs- und Trainingsbereich der Continental AG. Im Auftrag der Contur GmbH haben wir innerhalb der Continental AG verschiedene Teamentwicklungsprogramme geleitet und darüber hinaus verschiedene Trainings realisiert (Rhetorik, Moderation, Konfliktmanagement).


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